Eisenmangel – woher kommt er und wie äußert er sich?

Der Eisenmangel tritt sehr häufig auf. Ungefähr ein Drittel der Menschen leiden unter dieser Mangelerscheinung. Am meisten sind Frauen von dieser Störung betroffen. Aber auch, wenn in der Ernährung komplett auf Fisch und Fleisch verzichtet wird, kann Eisenmangel auftreten, da wir dieses Spurenelement nicht selbst herstellen können. Eise ist für die Bildung von Hämoglobin, dem roten Farbstoff im Blut, zuständig. Auch die Zellen brauchen Eisen, um einwandfrei zu funktionieren. Die tägliche Dosis sollte bei ein bis zwei Milligramm liegen.

Woher kommt der Eisenmangel?

Wenn ein ganz normaler Eisenbedarf besteht, so wird dieser in der Regel durch die Nahrung abgedeckt. Es gibt aber auch Situationen, in denen ein erhöhter Eisenbedarf besteht. Es kann mehrere Ursachen haben, warum es zu einem Eisenmangel kommt.

In der Schwangerschaft und während der Zeit des Stillens hat eine Frau einen erhöhten Eisenbedarf. Es kann sein, dass dieser Bedarf nicht mehr durch die Nahrungsaufnahme gedeckt wird. Es gibt aber Nahrungsergänzungsmittel, durch die die Minderversorgung ausgeglichen werden kann. Wenn Kinder starke Wachstumsphasen durchlaufen oder in die Pubertät kommen, haben sie oftmals auch einen erhöhten Eisenbedarf. Personen, die komplett auf tierische Nahrungsmittel verzichten, haben häufiger einen zu niedrigen Eisenwert. Unser Körper kann die pflanzliche Form des Eisens deutlich schlechter verarbeiten. Es kann auch zu Eisenverlust kommen. Wenn eine Frau sehr starke Regelblutungen hat oder es zu einer anderen Blutung kommt, die länger anhält, wie auch Hämorrhoiden, die bluten, kommt es zu einem Eisenverlust. Auch Leistungssportler verlieren mehr Spurenelemente und Mineralstoffe, als andere Menschen.

Wie erkennt man den Eisenmangel?

Eine Weile kommt der menschliche Körper mit Eisenmangel zurecht. Es kommt allerdings schon in der Anfangsphase zu Symptomen. Haare und Nägel werden trocken, die Mundwinkel reißen ein und es kommt zu Veränderungen der Schleimhaut in der Speiseröhre und im Mund. Außerdem kann die Zunge unangenehm brennen.

Durch den Eisenmangel nimmt die Zahl der roten Blutkörperchen ab. Deshalb wird der Körper schlechter mit Sauerstoff versorgt. Geht der Eisenmangel über einen langen Zeitraum, so entsteht eine Blutarmut, auch Anämie genannt. Diese äußert sich in chronischer Müdigkeit, Schwindel mit Kopfweh, verminderter Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit und einem Kribbeln in Händen und Füßen. Die Person ist allgemein krankheitsanfälliger.

Gute Eisenversorgung

Es sollte drei bis vier Mal in der Woche mageres Fleisch verzehrt werden. Außerdem sind Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte zu empfehlen. Sie versorgen den Körper mit Eisen anderen guten Mineralstoffen. Es ist ratsam, alle Mahlzeiten mit Gemüse zu kombinieren, dass sehr viel Vitamin C enthält. Hierzu zählen Paprika und Sauerkraut, Kartoffeln oder Rosenkohle. Auch ein Glas Orangensaft zum Essen ist sehr gut für den Körper. Werden Mahlzeiten eingenommen, die reich an Eisen sind, sollte ein Tee oder Kaffee dazu genossen werden. Droht ein Eisenmangel, kann zusätzlich zur Nahrung Kräuterblutsaft getrunken werden.

Risikogruppen für Eisenmangel

Es gibt keine Personen, die als “typisch” für Eisenmangel bezeichnet werden können. Dieses Problem kann jeden betreffen. Das Risiko, Eisenmangel zu bekommen, ist allerdings bei manchen Menschen höher. So sind Frauen häufiger betroffen als Männer, besonders wenn sie schwanger sind oder sich in der Stillzeit befinden. Kinder gehören bis ins Jugendalter zu diesem Personenkreis, ebenso wie Senioren. Chronisch kranke Menschen können öfter betroffen sein, ebenso wie Menschen, die sich vegetarisch ernähren. Weitere Risikogruppen sind Leistungssportler und Personen, die zur Blutspende gehen. Gehört man zu einer der Risikogruppen, so sollte der Eisenwert regelmäßig überprüft werden.

Risikogruppe Frauen

Frauen haben von Natur aus einen 50 % höheren Eisenbedarf, als die Herren der Schöpfung. Daran ist die Menstruation schuld. Haben Frauen in jungen Jahren noch sehr starke Regelblutungen, so kann recht schnell ein Eisenmangel auftreten. In Schwangerschaft und Stillzeit kann es durch den erhöhten Eisenbedarf ebenfalls zu Mangelerscheinungen kommen. Die Hälfe der Frauen in fruchtbaren Jahren sind gut mit Eisen versorgt. Es sollte darauf geachtet werden, dass dem Körper stets genug Eisen zugeführt wird, damit die Reserven immer gut gefüllt sind. Auf diese Weise kann sich bei schwangeren Frauen der Fötus gesünder entwickeln.

Kinder und Jugendliche

Bis zu einem Alter von ca. 4 Monaten wird ein Säugling von der Mutter mit Eisen versorgt. Ab einem Alter von ungefähr einem halben Jahr. Sollte darauf geachtet werden, dass das Kind gut mit Eisen versorgt wird. Das Eisen ist für die Entwicklung des Gehirns und der Intelligenz verantwortlich. Wachsen Kinder heran, benötigen sie auch mehr Eisen. Gerade in dieser Zeit würde sich ein Eisenmangel fatal auswirken, weil in der Schule Konzentrationsschwächen, Müdigkeit und Antriebsschwäche von großem Nachteil wären. Junge Mädchen haben durch den Beginn der Regelblutung ebenfalls einen erhöhten Eisenbedarf.