Eine unbekannte Frucht – Aronia

Sie ist in Deutschland noch recht unbekannt, die Aronia melanocurpa. Manche kennen sie als “Apfelbeere”. In Osteuropa wird sie schon lang als Heilpflanze eingesetzt. Ihr Aussehen gleicht ein wenig der Heidelbeere. Die Aroniabeere ist aber viel gesünder für den Menschen.

Die Heimat und Wirkung der Aronia

Aronia
Aronia Frucht

Die Beere kommt eigentlich aus dem östlichen Teil Nordamerikas. Im 19. Jahrhundert gelangte die Pflanze nach Russland. Sie wurde dort in der Naturheilkunde eingesetzt. Zur Behandlung von Bluthochdruckpatienten, diversen Formen der Gastritis, bei Blutungen oder Kapillartoxikosen ist die Aroniabeere eine gute Wahl. Das kleine Multitalent wird auch zur Behandlung von Gallen- und Lebererkrankungen, Magenbeschwerden, Allergien oder Kinderkrankheiten eingesetzt. Das Abwehrsystem wird durch die Beere unterstützt, wie auch die Blutbildung und für die Regenerierung von Muskel- und Knochengewebe ist sie auch noch gut.

Schutz vor freien Radikalen

In der Aroniabeere sind die Vitamine K und C zu finden, ebenso wie Flavonoid und Folsäure. Gesellschaftskrankheiten können durch freie Radikale ausgelöste werden, die den Zellstoffwechsel negativ beeinflussen und im Körper für oxydativen Stress sorgen. Die freien Radikalen können für Folgeerkrankungen zuständig sein. Außerdem beschleunigen sie den Alterungsprozess. Die Aroniabeere geht gegen freie Radikale vor. Da auch Krebserkrankungen durch freie Radikale begünstigt werden, kann die Aronia als vorbeugendes Krebsmittel bezeichnet werden. Bei Schäden, die durch zu viel Sonnenstrahlung entstanden sind, sogar bei Strahlenkrankheit, kann die Aronia helfen. Es ist gut denkbar, dass Aronia das neue Supermittel gegen den Alterungsprozess wird. Die Beere wirkt vorbeugend gegen Nervenschäden und Arterienverkalkung. Es heißt sogar, dass die Beere bei psychischen Erkrankungen helfen kann.

Marmelade oder Saft aus der Apfelbeere

Der Nachteil, den die Beere mit sich bringt, ist der sehr herbe Geschmack und das, obwohl sehr viel Zucker enthalten ist. Die Beeren werden zu Saft oder Marmelade verarbeitet. Es sollte allerdings auch nicht zu viel von dieser Frucht verzehrt werden. Es reicht völlig aus, pro Tag ein großes Glas mit verdünntem Aroniasaft zu trinken. Unverdünnt schmeckt der Saft noch immer außerordentlich herb. Greift man zu oft zur Aronia, so können Probleme mit dem Magen auftreten. Der Aroniasaft kann wunderbar mit anderen Fruchtsäften gemischt werden oder z einer köstlichen Limonade verarbeitet werden. In Russland wird die Beere in Süßigkeiten verarbeitet. In Deutschland finden sich kaum Produkte, die Aronia enthalten. Es gibt aber einige Rezepte, die sich leicht umsetzen lassen.

Lecker: Aronia Milchshake

Die Zutaten für einen köstlichen Aronia-Milchshake sind:

  • 1 Liter Vollmilch
  • Honig oder Zucker zum Süßen
  • 200 Gramm Sahne
  • 400 Gramm Aroniabeeren

Die Beeren werden gesäubert und zu einem Mus püriert. Dieses wird anschließend durch ein Sieb gestrichen. Danach muss das Mus mit der Milch und der geschlagenen Sahne vermengt werden. Der Shake wird dann noch einmal aufgeschäumt und nach Belieben gesüßt. Im Sommer können schmackhafte Speisen zur Gartenparty serviert werden. Ein Aronia-Eis ist zum Beispiel etwas ganz Ausgefallenes. Hierfür wird das Mus mit Eigelb, Puderzucker, Sahnejoghurt und Vanillezucker gemischt. Die Aronia kann auch als Trockenobst genossen werden. Werden die Beeren eingefroren, haben sie danach den sehr herben Geschmack verloren.